Futterhinweise
Welches Futter?
Um den Zierfischen optimale Lebensbedingungen zu bieten, ist das Futter neben der Wasserqualität einer der wichtigsten Punkte die es zu beachten gilt. Optimales Futter bietet den Fischen ein ausgewogenes Gleichgewicht an Kalorien in Form von Eiweiss, Kohlenhydrate, Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Ballaststoffe. Die meisten Aquarienfische wandeln Kohlenhydrate in Fett um, um dieses im Körper abzulagern. Ein Zuviel an Kohlenhydraten ergibt dann die traurig-berühmten Fettlebern, an denen die Fische schlussendlich zugrunde gehen. Je nach Fischart muss auf die einzelnen Bedürfnisse eingegangen werden. Daher ist eine ausschliessliche Fütterung mit Universal-Trockenfutter auf die Dauer ein ungeeignetes Mittel um den Ansprüche der Zierfische gerecht zu werden. Die Fische sollten daher neben dem Flockenfutter auch abwechselnd Tiefkühlfutter, Futtertabletten und Lebendfutter erhalten, damit sie in Form und bei bester Gesundheit bleiben.
Wie oft füttern?
Je öfter desto besser. Jedoch dürfen die Portionen nur so gross sein, wie die Fische innert einer Minute fressen. Die Anreicherung der dadurch anfallenden organischen Stoffen kann nicht durch die Filterung alleine kompensiert und abgebaut werden. Ein wöchentlicher oder zumindest vierzehntägiger Wasserwechsel von 1/3 des Wasserinhaltes ist einzuhalten. Ausgewachsene Fische können in einem eingefahrenen Aquarium ohne weiteres acht bis zehn Tage ohne Fütterung auskommen. Mit Jungfischen ist dies nicht möglich, denn zu wenig Fütterung bewirkt eine nachteilige Entwicklung der Fische. Jungfische müssen mindestens vier bis sechsmal am Tag gefüttert werden. Täglicher Wasserwechsel eines Drittels des Beckeninhaltes ist Bedingung. Bei einer Überfütterung kann sehr schnell Sauerstoffmangel auftreten, was sich für den Aquarianer dadurch bemerkbar macht, dass die Fische an der Oberfläche nach Sauerstoff schnappen. Die Infusorienbildung kann den ganzen Sauerstoff in kleineren Becken aufbrauchen. Bei Aquarien über 200 Litern Inhalt ist die Gefahr der Überfütterung nicht mehr sehr gross.
Natürlich füttern?
In den verschiedenen Gewässern und Tümpeln gibt es eine Vielzahl von Lebewesen, die als Futter für die Zierfische in Frage kommen. Mit der richtigen Maschenweite eines Tümpelnetzes können Sie den Speiseplan der Aquarienfische bereichern. Da wären Cyclops, Wasserflöhe, Hüpferlinge, schwarze, weisse und rote Mückenlarven, Fruchtfliegen, Tubifex aus dem Wasser und Regenwürmer, Enchyträen, Grindalwürmchen, Taufliegen und verschiedene Larven, Maden und Blattläuse die unsere Zierfische mit Genuss verspeisen. Zum Selberzüchten oder aus dem Fachgeschäft erhalten Sie Artemia-Eier, lebende oder tiefgefrorene Artemia, Mysis, Krill, usw., sowie gefriergetrocknete Artemia-Nauplien. Für grössere Fischarten sind Jungfische, Kaulquappen, Raupen, Wasserinsekten, Asseln, Mehlwürmer, Schnecken und Insekten eine willkommene Abwechslung. Auch Teile rohen Fisches in entsprechender Grösse wird von den Zierfischen gerne angenommen.
Infusorien
Jungfische werden mit verschiedenen Infusorien (Räder- und Pantoffeltierchen), die mittels geeignetem Zuchtansatz vermehrt werden, gefüttert. Dies ist die kleinste Art des Lebendfutters, das für frisch geschlüpfte Zierfische Verwendung findet. Infusorien erhalten Sie mit in Regen- oder Tümpelwasser eingelegten Kohrabis, Rübenschnitzen und Heu.